Orchesterprobe vom 19.2.2015 – Bericht vom Coburger Tageblatt

Dieser Beitrag fällt in die Kategorie Werbung. Wir steuern mit unserem netten gar nicht so kleinen Laienorchester steil aufs Sinfoniekonzert am 7.3.2015 zu. In der Probe vorgestern war ein Reporter vom Coburger Tageblatt, der dazu einen schönen Artikel geschrieben hat.
CT21.2.15
(Wenn man auf das Bild klickt, wird es größer.)

Was mich freute war, dass bei der Bildstrecke in der Online-Ausgabe auch ein Bild von mir dabei ist, wo der Fotograf wirklich genau einen Augenblick erwischt hat, der so richtig rüber bringt, wie es mir beim Geigen geht. „Irgendwie mit Seelendings…“ kommentierte jemand auf Facebook.
NeustadtFeb2015

Fastenzeit

Allen Mitchristen wünsche ich eine gesegnete Fastenzeit. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sich bestimmte Bräuche oder auch spirituelle Erkenntnisse quer durch die Menschheitsgeschichte und quer durch sämtliche Religionen wiederfinden. Dazu gehört das Fasten in seinen unterschiedlichen Ausführungen.
Dabei empfinde ich das christliche Fasten noch eher als moderat. Wobei: Um ehrlich zu sein, fällt es mir leichter, einige Wochen komplett zu fasten (nur Flüssigkeit, keine Milch, kein Alkohol), als auf bestimmte Speisen zu verzichten! Der partielle Verzicht ist mühsam, weil man sich immer irgendwie neu entscheiden muss. Beim Salat ist Hühnchen drin, ess ich den jetzt so wie er ist, oder pule ich das Huhn raus? Ist die Brühe wirklich vegetarisch? Kann ich mal eine Ausnahme machen? Etc., etc.
Beim komplett Fasten stellen sich all diese Fragen nicht. Nein, es gibt keine Ausnahme. Nicht wegen irgendwelchen Prinzipien, sondern weil ich weiß, dass mir nach ein paar Tagen Fasten speiübel wird, wenn ich außer der Reihe etwas zu mir nehme.
Dieses Jahr will ich es so halten: Aschermittwoch bis Freitag drei Entlastungstage. Obst, Salat, Joghurt und viel Trinken. Ab Samstag dann eine Woche komplett fasten. Und ab dann moderates Fasten. Also keine Süßigkeiten, wenig Fett, möglichst kein Fleisch.
Ich glaube, der spirituelle Gewinn erschließt sich nur dem, der es durchzieht. Als ich das erste mal im Leben eine Woche komplett gefastet habe, ging es mir richtig gut dabei und vor allem wird der Geist so unglaublich klar. Da merkt man dann, wie viel Energie der Körper normalerweise in Verdauungsvorgänge investiert. Ein Beispiel: Ich hielt damals einen Gottesdienst mit Abendmahl. Mit einem einzigen Blick in die Runde sah ich einfach, dass es genau 37 Teilnehmer sind. Ohne zu zählen. Ein zweiter Blick in die Hostienschale. Ich sah einfach – ohne zu zählen – dass es nur 26 Oblaten sind. Und legte dann die fehlenden 11 nach.
Vor allem im Blick auf das herannahende Orchesterkonzert bin ich wahnsinnig gespannt, wie sich das Fasten auf Koordination und Schnelligkeit beim Geige Spielen auswirkt. Wer weiß. Vielleicht kann ich ja ganz spontan als Solistin…..na das doch eher nicht, dass es aber einen Effekt haben wird, da bin ich mir sicher.

Heut Abend geh ich zum Katholiken meines Vertrauens in die Messe und hole mir mein Aschekreuz ab. Diese Einstimmung brauche ich einfach.