Schreiben…

Momentan schreibe ich. Wie eine Besessene. Und zwar nicht an dem Entwurf meines Buches, der schon fast fertig war und dann ewig hängen blieb. Ich habe vor ein paar Wochen noch mal komplett neu angefangen. Und zwar nun wirklich autobiografisch. Die verschiedenen Stationen meines Berufsweges werden vorkommen. Allerdings alles mit geänderten Orts- und Personennamen. Und nur Schwerpunkte, versteht sich, wenn ich alles schreiben würde, was ich in zehn Jahren erlebt habe, würden es zwanzig Bände werden.
Manches wird lustig.
Manches wird sehr ernst.
Und im Schreiben wird mir neu klar: Es ist irgendwie kein Wunder, dass ich mich ausgelutscht fühle. Es war ziemlich viel. Manches hat mir auch ziemlich zugesetzt. Anderes war schön.
Ich glaube, es wird ein gutes Buch, auch wenn ich nun nicht über den Brendow Verlag gehe, sondern ein Mittelding aus Verlag und Selfpublishing gewählt habe.
Ich hoffe, dass ich Ende der Osterferien wirklich fertig sein werde.
Dann werden noch zwei Personen Korrektur Lesen. Und dann ab damit.

Konzertvorbericht in der Neuen Presse Coburg

http://musikfreunde-neustadtbeicoburg.de/tl_files/musikfreunde/files/20150305_vorbericht_np.pdf

Was mir an diesem Artikel gefällt: Der Autor weiß, wovon er schreibt. Das ist in den Lokalblättern beim Thema Kultur leider nicht immer der Fall. Und: Ich bin echt froh, in diesem Orchester bei diesem Dirigenten zu spielen. Das ist zwar manchmal beinhart, aber ich lerne da so viel, wie in meiner gesamten Zeit auf dem musischen Gymnasium nicht.

Fifty Shades of Black

Ich erwäge die Einrichtung eines neuen Blogs. Titel: „Fifty Shades of Black – Mit dem Tod auf Du und Du“, oder so ähnlich. Ich mag es ja fast nicht schreiben, aber irgendwie ist Tod eine Art Lieblingsthema von mir. Makaber? Abartig? Vielleicht. Ich hatte eben viel mit ihm zu tun. Wir kennen uns sowohl privat, als auch beruflich und unsere Beziehung ist ambivalent, aber dennoch …. herzlich? Humorvoll?

Klar, als zutiefst gläubiger Mensch vertraue ich eh darauf, dass der Tod keine Auslöschung auf immer ist, sondern der Übergang in eine andere Daseinsform. Eine Transformation. Ein dunkles Tor, durch das jeder Mensch eines Tages gehen muss. Oder darf?
Und doch gefällt mir auch die Vorstellung vom Tod mit schwarzer Kutte. Als Sensenmann. Und manchmal, als aktive Pfarrerin, habe ich mich schon dabei erwischt, dass ich mit ihm in einen inneren Dialog getreten bin.
„Tod?“
„Ja?“
„Musste das jetzt sein? Gleich drei aus meiner Gemeinde? Innerhalb von fünf Tagen?“
„Sorry, ich war grad in der Gegend.“
„Aber warum immer drei auf einmal?“
„Fahrgemeinschaft.“

Na mal sehen. Neuer Blog? Oder nicht? Wenn dann einfach aus Spaß am Thema.
O je, darf man das sagen? Spaß am Thema?
Ich glaube schon. Zumindest gibt es im Christentum die schöne Tradition des Osterlachens. Ostern – Fest der Auferstehung, ätsch, der Tod ist überwunden. Im Ostergottesdienst musste der Pfarrer früher immer einen Witz erzählen und die Gemeinde hat den Tod ausgelacht.

Wer lachen kann, der verliert die Furcht.