Fifty Shades of Black

Ich erwäge die Einrichtung eines neuen Blogs. Titel: „Fifty Shades of Black – Mit dem Tod auf Du und Du“, oder so ähnlich. Ich mag es ja fast nicht schreiben, aber irgendwie ist Tod eine Art Lieblingsthema von mir. Makaber? Abartig? Vielleicht. Ich hatte eben viel mit ihm zu tun. Wir kennen uns sowohl privat, als auch beruflich und unsere Beziehung ist ambivalent, aber dennoch …. herzlich? Humorvoll?

Klar, als zutiefst gläubiger Mensch vertraue ich eh darauf, dass der Tod keine Auslöschung auf immer ist, sondern der Übergang in eine andere Daseinsform. Eine Transformation. Ein dunkles Tor, durch das jeder Mensch eines Tages gehen muss. Oder darf?
Und doch gefällt mir auch die Vorstellung vom Tod mit schwarzer Kutte. Als Sensenmann. Und manchmal, als aktive Pfarrerin, habe ich mich schon dabei erwischt, dass ich mit ihm in einen inneren Dialog getreten bin.
„Tod?“
„Ja?“
„Musste das jetzt sein? Gleich drei aus meiner Gemeinde? Innerhalb von fünf Tagen?“
„Sorry, ich war grad in der Gegend.“
„Aber warum immer drei auf einmal?“
„Fahrgemeinschaft.“

Na mal sehen. Neuer Blog? Oder nicht? Wenn dann einfach aus Spaß am Thema.
O je, darf man das sagen? Spaß am Thema?
Ich glaube schon. Zumindest gibt es im Christentum die schöne Tradition des Osterlachens. Ostern – Fest der Auferstehung, ätsch, der Tod ist überwunden. Im Ostergottesdienst musste der Pfarrer früher immer einen Witz erzählen und die Gemeinde hat den Tod ausgelacht.

Wer lachen kann, der verliert die Furcht.

Über DieTheologin

Christiane Müller, Jg. 1973. Ich war 12 Jahre lang Pfarrerin in der ELKB. Inzwischen arbeite ich freiberuflich als freie Theologin, Autorin und Beraterin und bin zur alt-katholischen Kirche konvertiert.
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6 Antworten zu Fifty Shades of Black

  1. Thomas Jakob schreibt:

    Nur zu! Ich werde diesen Blog mit Interesse lesen. Auch für mich ist der Tod kein Tabuthema und mir fällt ganz viel dazu ein. Mir gefällt es z. B., dass er im Französischen weiblich ist (la mort).Ich habe keine wirkliche Angst vor dem Tod, wenn auch eine vor einem qualvollen und langwierigen Sterben. Todessehnsucht habe ich keineswegs, vorerst will ich leben, tot kann schließlich noch lange genug sein.

    Die Geschichte mit dem Witz und dem Lachen zu Ostern kannte ich. Unser Pfarrer hat das auch schon mal so gemacht und erklärt.

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  2. melcoupar schreibt:

    Ich würde mich freuen. Dem Tod würde mehr Aufmerksamkeit gut tun. Lieben Gruss. Melanie

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  3. Thomas Jakob schreibt:

    Vermutlich ist der Blog bei Google & Co. noch nicht verschlagwortet. Mit der Direkteingabe von

    https://trauerrednerin.wordpress.com/

    komme ich drauf.

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