Kleiner Nachklapp

Irgendwie finde ich Folgendes noch berichtenswert. Ein ehemaliger Pfarrerkollege kommentierte eben, dass laut kirchlichem Amtsblatt eine Christine Müller aus dem kirchlichen Dienst entlassen wurde. Es ist zwar nur ein Buchstabe, aber dass nach 12 Jahren im kirchlichen Pfarrdienst im Amtsblatt bei Entlassung der Name falsch buchstabiert wird, bzw. ein falscher Vorname genannt wird, finde ich schon interessant. Um ein möglichst neutrales Wort zu verwenden.

entlassung

Auf ins „3. Leben“

Morgen beginnt mein „3. Leben“. Erklärung: Die ersten 20 Jahre meines Lebens waren geprägt von meiner wenig erbaulichen Familiengeschichte. Am 11. Juli 1993 ließ ich mich taufen. Damit begann mein 2. Leben, ein echter Wendepunkt, für den ich sehr dankbar bin. Mein komplettes „2. Leben“ war geprägt vom Weg in den Pfarrberuf und von 12 Jahren im Pfarrberuf. Ich habe tolle Sachen erlebt – aber das, was mich befreit hat, meine Begegnung mit Gott, war immer auch verquickt mit einer Institution, für deren „Dienst“ ich mich bereitgestellt habe. Morgen beginnt mein „3. Leben“. Morgen ist der Termin, ab dem ich ganz offiziell nicht mehr evangelische Pfarrerin sein werde. Der 1. November 2015 wird als Entlassungstermin aus dem Dienst in den Papieren stehen. Zugleich ist morgen der Tag, an dem ich offiziell im Gottesdienst in die alt-katholische Kirche aufgenommen werde. Dieses Timing habe ich nicht gemacht. Es  hat sich dankenswerterweise einfach so ergeben. Allerheiligen ist für mich ein sehr wichtiger Feiertag. Sowohl theologisch als auch ganz persönlich. Denn an einem Allerheiligentag vor vielen Jahren hatte ich eine tiefe mystische Jesusbegegnung.

Dass das Timing nun so ist, finde ich einfach schön. Ein organischer Abschluss und Neuanfang.

Alles so schön bunt hier

Frau bei Obi. Ratlos. Vor der Farbpalette.

Wie will ich die Wände in meinem Praxisraum streichen. Weiß lassen? Farbe? Wenn ja was?? Lorioteske Szenen tauchen vor meinem inneren Auge auf.

Das Ende vom Lied war, dass ich mit zwei Dutzend Farbkarten, einer Fußmatte und einer Klobürste, aber ohne Farbeimer von dannen zog. Werde mich wohl anhand der mitgenommen Farbkarten kompetent beraten lassen. Nicht dass noch jemand in meiner Praxis depressiv wird, weil die lila Wandfarbe ihn in die Verzweiflung treibt.

Alles Wissenswerte zum Lichterfest

Genau. Immer diese christlichen Vereinnamungen schöner Symbole! St. Martin – ohne uns! Wir gehen allein und lassen uns von keiner Laterne unsere Autonomie versauen!

Smartphones – wenn jeder nur noch ins Leere starrt

Ich überdenke gerade den Gebrauch meines Smartphones, denn ich merke, dass ich zunehmend zum „Smombie“ mutiere. Zum Smartphone-Zombie.

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Ein Geigertraum und seine Deutung

Heute Nacht träumte ich. Was eigentlich nichts Besonderes, denn ich träume viel, die Tür zu meinem Unterbewusstsein ist meist nur angelehnt und nicht verschlossen und ich finde das gut, denn meine Träume und auch inneren Bilder, die so kommen, sind für mich immer eine Quelle der Inspiration und Kreativität.

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Liebster Award

Ich wurde von  https://notaufnahmeschwester.wordpress.com zum “Liebster Award” nominiert und möchte mich bei ihr für die Nominierung bedanken.

Die Aktion dient dazu, eigene Lieblingsblogs bekannter zu machen und ihnen mehr Leser zu bescheren, eine edle Sache, wie ich finde, wenn auch mit etwas Arbeit verbunden.

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Angekommen im Aufbruch

Umbruch. Umbruch. Umbruch. Umbruch.

Seit jenem Morgen im Jahr 2014, an dem ich mit einer tauben Gesichtshälfte erwachte und mir schlagartig, von einem Tag auf den anderen, klar wurde: Jetzt ist es soweit. Ich muss hier raus. Gemosert und still gequengelt hatte ich schon lange. Und seit dem: Umbruch.

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Seminarprogramm

Heute habe ich in einer Hauruck-Aktion mein Seminarprogramm für die Heilpraktiker-Praxis bis August geplant. Quadratische Augen und schwirrender Schädel. Aber: Wieder was geschafft.

Anmeldung für die Kurse ist ab sofort möglich – bitte das Kontaktformular benutzen.

http://lumen-vitae.com/heilpraktikerin-psychotherapie/

Fügungen

Ich komme aus einer Woche mit nahezu unglaublichen Fügungen, die ich einfach nur staunend und als Geschenk von oben annehme. Los ging es Anfang der Woche mit einem unzufriedenen Grummeln im Bauch und dem Gefühl: Irgendwas passiert, ich stehe kurz vor einem Quantensprung, habe aber keine Ahnung wie lange kurz ist und wohin es geht.

Dann auf einmal eine Vision: Wo will ich in einem Jahr sein? Und die Erkenntnis: Nein, ich will nicht weiter stöpseln. Ich will nicht an Türen klopfen und um Räume betteln, zu Dumpingpreisen Werbetexte schreiben, etc. sondern ich will tun, was ich als meine Berufung spüre. Menschen zur Quelle begleiten. Jeder hat in sich eine schier unerschöpfliche Quelle, wenn er einmal mit dem eigenen Seelengrund (oder mit Gott) in Kontakt gekommen ist. Das ist ein zutiefst therapeutisches und zugleich spirituelles Anliegen. Und entgegen vieler meiner Mittheologen bin ich der festen Überzeugung: Spiritualität und Psychologie lassen sich NICHT trennen.

Also: Ich will spirituell/therapeutisch arbeiten. Das hatte ich immer vor. Aber vor lauter „Das funktioniert doch nicht!“ habe ich mich abbringen lassen. Nun Klarheit: Doch, das geht nicht nur, sondern da steckt meine Energie und wenn die frei wird, geht das nicht nur, sondern es wird fließen und es wird toll. (Wenn auch vielleicht nicht einfach.) Das war der Stand von Mittwochvormittag.

Mittwochabend gab ich in der spirituellen Buchhandlung meinen ersten Seminarabend zum Enneagramm. Entgegen meiner Befürchtung, dass das keiner kommt, rannten uns die Leute fast die Tür ein. Es war ein sehr anregender Abend. Ich erwähnte am Rande, dass ich auf der Suche nach einem Praxisraum bin.

Nach der Veranstaltung outete sich eine der Teilnehmerinnen als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie habe eine ganz tolle Fünfzimmerwohnung zwecks Praxiseröffnung im Blick, darin können fünf Leute praktizieren und sie ist noch auf der Suche nach Mitstreitern.

Gestern schauten wir uns zu viert diese Wohnung an. Besagte Heilpraktikerin, noch eine angehende Heilpraktikerin, einer ärztliche Psychotherapeutin und ich. Und wir waren uns sofort einig. Das passt. Die Wohnung ist wunderbar. Altbau, hohe Decken, in meinem Zimmer tolle Bleiglas-Ornamente in den Fenstern, Deckenstuck… und auch erschwinglich. 125 qm für 700 Euro kalt. Geteilt durch fünf. Plus Nebenkosten auch geteilt durch Fünf. (Ich zahle etwas mehr, weil ich den größten Raum kriege.) Und dem ersten Bauchgefühl nach kommen wir auch miteinander aus.

Am Dienstag wird der Mietvertrag unterschrieben. Von meiner ersten Erkenntnis: Doch, ich brauche einen eigenen Praxisraum bis zur gefallenen Entscheidung vergingen grade mal zwei Tage. Und wer jetzt nicht an Fügung glaubt, dem kann ich nicht helfen.