Traum

Seltsamer Traum heute Nacht: Ich war zu Besuch an einer meiner früheren Wirkungsstätten, inkognito. Schaue mich so um. Das nicht fertig renovierte Pfarrhaus ist offenbar immer noch nicht fertig renoviert, die Gattin des Nachfolgers rutscht auf den Knien auf dem Balkon herum um und versucht ihn von Massen von Moos zu befreien, die Brüstung fehlt. Ich gehe ins Pfarrhaus. Wo früher Büro war, haben die Nachfolger den Raum zu einem ihrer Zimmer gemacht, aber alles wirkt irgendwie ziemlich abgewetzt und baufällig. Ich sehe, dass das Meer/Wasser bis ein paar Zentimeter vor die Eingangstür geht und weiß, dass es näher kommen wird und dann vermutlich der Keller voll läuft. Der Nachfolger meint aber, das ist alles halb so wild. Als ich da war, so entsinne ich mich, war das Wasser noch weiter weg.

In der Realität war da natürlich überhaupt kein Meer/Wasser, nur jetzt im Traum.

Ich erwache mit so einem Gefühl von: „Sieh dir´s an und bleibe fest…“ Und: Was immer das Meer/Wasser bedeutet: Es kommt unweigerlich. Es war schon da, als ich da war, nur weiter weg. Es kommt näher. Ich hätte es nicht aufgehalten. Die nach mir halten es auch nicht auf.

Anmerkung: Ich kenne weder den Nachfolger, noch seine Frau, noch glaube ich, dass sich das auf diese konkrete Gemeinde oder diese beiden Menschen bezieht. Hatte aber bei diesem Traum zum ersten mal seit sehr langer Zeit wieder mal das Gefühl, dass der nicht rein innerseelisch zu deuten ist, sondern dass da mehr dahinter steckt. Vielleicht ein Bild für die reale Situation von Kirche als Institution. Das Wasser steht bis kurz vor der Türschwelle. Es ist auch nicht aufzuhalten. Vermutlich würde es auch nicht viel bringen, da nun ein paar Sandsäcke hin zu packen.

Ich hatte dabei weder ein triumphales Gefühl (hab ich euch doch gesagt) noch war ich sonderlich traurig. Ich habe es mir einfach angeschaut.

Über DieTheologin

Christiane Müller, Jg. 1973. Ich war 12 Jahre lang Pfarrerin in der ELKB. Inzwischen arbeite ich freiberuflich als freie Theologin, Autorin und Beraterin und bin zur alt-katholischen Kirche konvertiert.
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3 Antworten zu Traum

  1. nicoleschultz2015 schreibt:


    Was mir spontan dazu einfällt:“Der Kirche steht das Wasser bis zum Hals“.

    Gefällt 1 Person

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