Gedenken an die Novemberpogrome in Coburg

Eben komme ich von einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Novemberpogrome in Coburg. Teilnehmerzahl: Geschätzt 200. Wir begannen vor dem Rathaus (das Coburger Rathaus war das erste Rathaus in Deutschland, auf dem die Hakenkreuzfahne wehte). Dann zogen wir nacheinander zu zwei Coburger Gymnasien. Vor dem Casimirianum las ein Schüler der 11. Klasse den Text eines damals gleichaltrigen jüdischen Schülers, der einst diese Schule besucht hatte, bevor er mit seiner Familie emigrieren musste. Am Ernestinum hörten wir Ausschnitte aus den Briefen eines ehemaligen Schülers dieser Schule, die er als 18jähriger von der Front nach Hause geschrieben hatte (1. Weltkrieg). Dann ging es weiter zum jüdischen Friedhof. Wir schlossen mit dem Friedensgebet der vereinten Nationen. Das Teelicht, das während des Zuges immer wieder aus ging, brennt nun zu Hause weiter.

Über DieTheologin

Christiane Müller, Jg. 1973. Ich war 12 Jahre lang Pfarrerin in der ELKB. Inzwischen arbeite ich freiberuflich als freie Theologin, Autorin und Beraterin und bin zur alt-katholischen Kirche konvertiert.
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