Weihnachten entgegen lechzend

Noch nie, außer vielleicht vor 35 Jahren als kleines Mädchen, habe ich dem Advent und Weihnachten derart entgegen gelechzt wie in diesem Jahr. Zum einen sicher, weil ich diese Jahreszeit erstmals seit 12 Jahren ohne „gemeindepfarrerliche“ Pflichten erlebe und die Zeit einfach genießen kann. Zum anderen aber auch, weil die Welt momentan derart „schlimmen Lauf nimmt“, dass man jedes bisschen Licht, Freude, Gemeinschaft und Musik einfach genießen muss.

Ich kann mich nicht erinnern, mir jemals in der Woche vor Totensonntag schon Gedanken gemacht zu haben, welche Art von Adventskranz ich dieses Jahr will. Noch nie habe ich in dieser Woche schon Christbaumschmuck gekauft- genau genommen habe ich seit Jahren höchstens einzelne Teile neu angeschafft und ansonsten die roten Glaskugeln von IKEA an den Baum gehängt, die ich schon ewig habe. Dieses Jahr gibt’s neue Kugeln, preisgünstig aber quietschbunt. Ich brauche Farbe!

Außerdem Premiere dieses Jahr: Künstlicher Weihnachtsbaum. Weil ich das Teil nämlich, liturgisch inkorrekt, heuer schon in der Adventszeit aufstelle und sollte ich mich nicht total dran übersehen, bleibt der auch bis zum 2. Februar! Ja, das sind mehr als acht Wochen.

Ändert das was am Lauf der Dinge? Nein, natürlich nicht. Aber es hilft, die Hoffnung nicht zu verlieren. Insofern: Ein extra langer Advent ist eingeläutet, und mir ist auch dieses Jahr Wurst, dass Advent im Dezember ist. Totensonntag kommt erst? Etwas mehr Pietät bitte? Ich finde, Tod hatten wir jetzt irgendwie genug…

 

3 Kommentare zu „Weihnachten entgegen lechzend

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