Planlos voran

So langsam reicht es. Anfang 2015 bin ich in die Beurlaubung gegangen, erst mal zum Entspannen. Dann kamen 1000 erfreuliche und vor allem weniger erfreuliche Wendungen, die mich wahnsinnig in Beschlag genommen haben – das war alles wichtig, auch mir die Zeit zum inneren Verarbeiten zu nehmen, aber eigentlich will ich jetzt endlich wieder was Gescheites arbeiten. Erstens, weil es mir gut tut. Zweitens, weil ich ganz banal Geld brauche.

Viele Anfänge. Wenig Durchblick. Ich denke in viele Richtungen. Und unternehme auch durchaus etwas. Aber ich sehe momentan nicht so richtig, wo es denn nun wirklich auf lange Sicht hin geht.

Praxis? Ja, da hab ich jetzt eine Menge investiert, Geld und auch Hirn. Aber so richtig rund läuft das noch nicht. Kein Wunder. Wir haben ja erst im Dezember eröffnet.

Schreiben? Hier ein Bröckchen, da ein Bröckchen. Unterm Strich zu wenig.

Freies Theologenstandbein? Schleppend, sehr schleppend.

Heute habe ich einen Deal mit Gott gemacht. Ich mache jetzt einfach. Egal was. Werbung, Initiativbewerbungen, Schreiben was mir unter die Finger kommt, Leute ansprechen, Möglichkeiten abchecken, bei kirchlichen Arbeitgebern unterzukommen (da würde ja eine halbe Stelle reichen), usw. Der Deal sieht so aus: Ich mache. Er kümmert sich drum, dass es in die richtige Richtung läuft.

Momentan habe ich wirklich keinen Durchblick. Das gefällt mir nicht. Ich habe gern einen Plan. Ich habe keinen Plan. Jedenfalls keinen hieb- und stichfesten. Nur eine ungefähre Richtung.

Also heißt es jetzt „auf Sicht fliegen“. Wie der Pilot in der Nebelbank. Das kann schiefgehen. Aber Pläne können auch schief gehen. Die Arche Noah wurde von Amateuren gebaut. Die Titanic von Profis. Hauptsache vorwärts.

Über DieTheologin

Christiane Müller, Jg. 1973. Ich war 12 Jahre lang Pfarrerin in der ELKB. Inzwischen arbeite ich freiberuflich als freie Theologin, Autorin und Beraterin und bin zur alt-katholischen Kirche konvertiert.
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10 Antworten zu Planlos voran

  1. Peter schreibt:

    Ich wünsch dir auf jeden Fall ein spannendes neues Jahr! 🙂

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  2. Ich wünsch Dir (wieder) innere Gewissheit!

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  3. Gerlinde Feine schreibt:

    Also – eigentlich bist du ja in dem, was du machst, Profi…. und bei der Arche war ja eigentlich der Oberprofi am Werk… insofern ist der Spruch am Ende eigentilch nur ein Zeichen zum Aufbruch. Keine Prognose…

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  4. Sólveig schreibt:

    Vertrau deinem Chef. Das Richtige wird sich finden. Aber du hast schon Recht, ich würde auch nicht warten wollen müssen bis irgendwas passiert.

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  5. Thomas Jakob schreibt:

    Ich wünsche Dir, ganz weltlich, viel Erfolg!

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  6. Ralf schreibt:

    Solche Sachen brauchen einfach Zeit. Meine Frau die im Bereich Kunsthandwerk unterwegs ist, hatte vor 10 Jahren mit einem Online Handel angefangen. Erst vor drei Jahren hatte sich das alles etabliert. Das dauert bis man Kunden überzeugen kann, man etabliert ist, man keine Werbung machen muss und die Kunden selber herkommen.

    Eine Bekannte hatte eine Praxis im Bereich Naturheilkunde/Hypnose aufgemacht. Das Projekt ist nach einem Jahr völlig untergegangen, da einfach zu viel Konkurenz und kein Alleinstellungsmerkmal.

    Und genau darauf kommt es ja an, auf das Alleinstellungsmerkmal. Erfolg (und da ist jetzt nicht unbedingt der finanzielle gemeint) stellt sich nur dann ein.

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