Pfingsten

Mein sechstes Pfingstfest in Coburg! Unglaublich. Wie jedes Jahr zu Pfingsten sind wieder die Studentenverbindungen vom Coburger Convent in der Stadt zu Gast. Die einen finden es nervig, weil sie keine Parkplätze bekommen. Andere schließen sich fröhlich dem Bierkonsum an. Wieder andere protestieren gegen die „rechtsradikalen“ Umtriebe. Für mich ist der Coburger Convent inzwischen etwas, das irgendwie zu dieser Stadt dazu gehört. Rechtsradikale Umtriebe kann ich nicht erkennen. Ich sehe junge und ältere Männer, die halt ein wenig in ihrer Welt leben, lustige Mützen tragen, ab und zu einen über den Durst trinken und krachkonservativ sind. Ehrlich gesagt, ich kann damit leben. Es gibt Schlimmeres. Meins ist es nicht…

Sowohl gestern als auch heute war ich in der Messe in St. Augustin. Gestern war die Kirche brechend voll. Festgottesdienst. Aber die Predigt hat mir irgendwie nichts gegeben. Heute war es auch einigermaßen gut besucht. Und nur eine ultrakurze Predigt, weil eine Taufe gefeiert wurde. Dafür schöne Lieder.

Wetter: Kalt.

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Das habe ich schon bewegter erlebt. Aber manchmal wirkt der Heilige Geist halt auch einfach still im Hintergrund. Wer weiß, wo und wie er grade weht – manchmal ist es tröstlich zu wissen, dass der Glaube nicht von der subjektiven Befindlichkeit abhängig ist. Gott wirkt auch dann, wenn man grade keine erhebenden Gefühle hat.

Konglomerat dieser Tage

Wandern, herrliche Natur.

Kreislauf kollert. OP Naht zwickt bisweilen. Trotzdem wandern? WANDERN!

Herrlich grünend erwachenden blühende duftende Natur.

Chorprobe Brahms Requiem: „Denn alles Fleisch, es ist wie Gras und alle Herrlichkeit ist wie des Grases Blume. Das Gras ist verdorret und die Blume abgefallen….“

Eurovision Song Contest. Dabei einschlafen.

Lieben und vertrauen und hoffen, bangen und zweifeln.

Pfingsten. Im Gottesdienst mehrfach gegähnt, der Heilige Geist hatte heut irgendwie was anderes vor. Oder er hat mit gegähnt. Schließlich ist Gähnen ein besonders tiefes Atmen und der Heilige Geist ist doch der Atem Gottes….

Herumalbern und tiefe Gespräche. Nah beieinander. Das geht nur mit besonderen, wunderbaren Menschen. Er ist einer.

Die Katze ist beleidigt.

Tatort.