Einfach weiterstricken

Seit einigen Wochen fröne ich wieder einem lange vernachlässigten Hobby. Ich stricke Socken. Das erste Paar – in Dunkelblau – ziert bereits die Füße des Freundes.

sockenblau

Gestern begann ich dann mein 2. Paar. Mit dicker Wolle. In bunt.

sockenbunt.jpg

Und während in den USA der Horrorclown zum Präsidenten gekürt wird, wird der erste bunte Socken fertig. Proteststricken. Keep calm and knit socks, oder so.

Bis mich ein Freund drauf aufmerksam machte, dass in jedem Strumpf ein Trump lauert. Oh Mann. Wenigstens ist er gut eingestrickt.

Herrje.

Verzeiht, ich stehe zu sehr unter Schock um das Geschehen in den USA fundiert zu kommentieren. Ist noch Eierlikör da?

Über DieTheologin

Christiane Müller, Jg. 1973. Ich war 12 Jahre lang Pfarrerin in der ELKB. Inzwischen arbeite ich freiberuflich als freie Theologin, Autorin und Beraterin und bin zur alt-katholischen Kirche konvertiert.
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2 Antworten zu Einfach weiterstricken

  1. Nicole schreibt:

    Das erinnert mich irgendwie an das Gedicht „Die Weber“ von Heine: „Deutschland, wir weben dein Leichentuch, wir weben hinein den dreifachen Fluch, wir weben, wir weben!“ – Man müsste das jetzt entsprechend übertragen. Aber besser wäre es sicher, Hoffnung, Menschlichkeit und Frieden hineinzustricken.

    Gefällt mir

  2. Nicole schreibt:

    Diesen Text fand ich gerade in meiner Facebook-Timeline. Könnte irgendwie passen…

    Reine Handarbeit

    Wir alle stricken unser Leben jeden Tag ein Stück weiter.

    Die einen stricken liebevoll und sorgsam und man merkt, welche Freude es ihne bereitet, ihr Lebenswerk zu gestalten.
    Die anderen stricken mühevoll und ungern. Man merkt, welche Kraft und Mühe es sie kostet, ihr Leben jeden Tag neu aufzunehmen.
    Manche wählen ein kompliziertes Muster, andere stricken ein ganz schlichtes.
    Oft ist es ein buntes Maschenwerk oder aber ein Stück in tristen Farben.
    Nicht immer können wir die Farbe selber wählen und auch die Qualität der Wolle wechselt,
    mal weiß und flauschig,
    mal grau und kratzig.

    Und öfters lässt man eine Masche fallen, oder sie fällt ohne dein Zutun…
    … und zurück bleiben Löcher und ein unvollständiges Muster.
    Manchmal reißt der Faden und es hilft nur ein dicker Knoten.

    Wenn wir unser Leben betrachten, wissen wir genau, welche Stellen es sind und oft geschieht es, dass einer sein Strickzeug in die Ecke wirft.

    Es wird für uns Menschen ein ewiges Geheimnis bleiben, wie viele Lebensfäden uns noch zu verstricken bleiben.

    Du hast die Nadeln in der Hand, du kannst das Muster wechseln, die Technik oder das Werkzeug.

    Nur aufziehen kannst du nichts, auch nicht ein kleines, winziges Stück.

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