Mystik- Tagebuch 13.6.2020

Muss schreiben. Muss endlich schreiben. Versuchen, in Worte zu fassen. Dieses Überwältigt-Sein. Wie ich damals in den Himmel schaute. Über mir der Kosmos. Milliarden von Sternen am dunklen Nachthimmel.

Andere sagen: Schön. Romantisch. Interessant. Was für nichtssagende Wörter. Bei mir war jeder Blick in den Sternenhimmel

Überwältigt sein.

Nicht wissen, wo oben und unten ist.

Im Universum schwimmen, wie ein winziges Pantoffeltierchen im gigantischen Ozean.

Das Unendliche, das mich durchströmt.

Das plötzlich eine Stimme bekommt, die niemand hört, auch ich nicht, nicht mit den Ohren, aber mit jeder Faser meines Seins.

Wie wenn man in einem tosenden Wasserfall steht. Die Strömung fließt durch mich hindurch. Gewaltig. Ich habe keine Angst. Ich mache meine Seele auf, breite die Arme aus und werfe mich hinein in dieses Tosen, Schimmern, Funkeln. Es ist über mir und in mir.

Das Unendliche bekommt eine Gestalt. Als ob das Universum und alle Universen, von einem Geist durchströmt, beginnt zu sprechen.

Logos, Christus, Sophia, Weisheit, Urgewalt, Alles in Allem.

Universen durchströmt von Gott-heit.

Gott-heit wird mir Gott. Das überpersönliche Person.

Wird mir Sophia, Weisheit, Christus, spricht zu mir unhörbare Worte. Die mich im Innersten erschüttern.

Ich kann nicht darüber reden und nicht darüber schweigen. Habe das Gefühl, ich muss rede, um nicht zu platzen. Und kann es nicht.

„Sie sinniert schon wieder“, sagt Mutter. „Hör auf zu träumen. In zwei Wochen ist Abitur!“

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