Advent 2025

Der Advent 2025 ist schon wieder halb rum und er gestaltet sich in vielem „wie immer“ – zumindest wie immer in den letzten 7 bis 10 Jahren. Das Kind hippelt Weihnachten entgegen und hat einen „BleyBley Adventskalender“, jedenfalls nennt er das Ding so, wie es korrekt heißt und geschrieben wird, weiß ich nicht. Es sind Kreisel drin. Besondere, die besonders stabil laufen und mittels einer Zugschnur bedient werden. Jeden Tag gibt es irgend ein Einzelteil zum Zusammenbauen.

Der Adventskranz (Tanne, inzwischen bereits ziemlich trocken) ist, wie jedes Jahr, mit roten Kerzen geschmückt. Jedes Jahr aufs Neue nehme ich mir vor, heuer aber wirklich mal was anderes zu machen und revolutionär wie ich bin irgendeine andere Kerzenfarbe zu nehmen: Lila, Grün, Blau, Weiß, was auch immer. Und jedes Jahr aufs Neue setzt beim Kerzenkauf irgendein Reflex ein, der mich dennoch zu den dicken roten Kerzen greifen lässt. (Ja, wir stecken die Kerzen selber auf, in manchen Jahren bindet mein Mann sogar den Kranz selbst, heuer nicht, weil er sich kurz vor dem 1. Advent in den Finger geschnitten hat. Seitdem war er dann, da er Musiker ist und seine Pfoten unversehrt benötigt, krankgeschrieben und ich erblasse vor Neid.)

An der Schule tobt der allgemeine vorweihnachtliche Wahnsinn, sowohl an der, wo ich unterrichte, als auch an der, die mein Sohn besucht. Und natürlich (nein, ich mach das wirklich gern!) wurde ich wieder zur Moderatorin der schulinternen Weihnachtsfeier erkoren. Weil ich doch Pfarrerin bin, eigentlich, also gucken fünf Augenpaare der betreffenden kollegialen Vorbereitungsgruppe mich fragend an und der Nickreflex setzt ein. Ich mach es. (Und andere machen anderes, ich beschwere mich nicht.)

Gestern war ich doch tatsächlich, gefühlt erstmals seit Jahren, in einer Oper – „La Boheme“ im Landestheater Coburg, oder besser gesagt in der Interimsspielstätte „Globe“. Was für ein wunderbares Stück und eine anrührende Inszenierung, sehr zu empfehlen.

Auch den Weihnachtsmarkt haben wir heuer schon „abgehakt“ – mit Eierpunsch und Glühwein.

Vorgestern habe ich gebacken (ganz normale Butterplätzchen zum Ausstechen), der Gatte hat auch gebacken („Nervkekse“ heißen die Dinger laut Rezept und ich muss jedes mal lachen, wenn ich diese Bezeichnung höre. Kekse nach Hildegard von Bingen mit vielen gesunden Gewürzen und Honig, eben gut für die Nerven, angeblich).

Insgesamt also alles sehr unaufgeregt, wenn auch manchmal stressig (nein, das schließt sich nicht aus). Euch allen einen schönen, tiefen, gesegneten und besinnlichen Advent!

Ein Kommentar zu „Advent 2025

  1. Danke für diesen Einblick…. Bei mir ist es viel weniger entspannt, ich muss sechs Gemeinden „versorgen“, und manchmal versorgen sie auch mich, aber das heißt ja trotzdem, dass ich da sein muss.Aber schön ist es trotzdem auf den Dörfern…–Gesendet mit der WEB.DE Mail App

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