Fronleichnam 2015 lernte ich, wie schon geschrieben, meinen künftigen Mann kennen, Christoph. Während der Fronleichnamsprozession im Hofgarten in Coburg. Eigentlich hatte ich nur vor, etwas spazieren zu gehen, als mir die katholische Jesus-Demo mit Lautsprechern, Standarten und Posaunenchor begegnete. Ich finde das immer eine schöne Sache, sozusagen Jesus durch die Straßen zu tragen, auch wenn … Weiterlesen Braut Christi UND Beziehung
Im Abseits
Die Tür des Dekanats fiel hinter mir ins Schloss und in diesem Moment hatte ich auch die Tür zurück in den Pfarreberuf hinter mir zugeschlagen. Es war kein feier, souveräner Schritt (auch wenn ich mir das gern eingeredet hätte und auch wenn viele mir sagten, sie bewunderten meinen Mut - welcher Mut?). Viel mehr erlebte … Weiterlesen Im Abseits
Freie Theologin und Kündigung
Irgendwann im späten Frühjahr 2015, nachdem ich einige Monate lang sinnlos vor mich hin gedümpelt war, zog ich Bilanz meiner bisherigen "Freiheit". Meine "Praxis" lief überhaupt nicht. Nicht ein einziger Klient hatte sich bisher zu mir verirrt. Und das, obwohl Spiritualität eigentlich ein tolles Thema ist und ich Beratung und Begleitung spirituell Suchender sicher gut … Weiterlesen Freie Theologin und Kündigung
Nutzlose Freiheit
Am ersten Advent 2014 war mein Abschiedsgottesdienst in St. Lukas in Coburg. Mir graute vor diesem Termin. Die Gemeinde wusste zwar schon lange, dass ich gehen würde. Aber mich vor sie hinzustellen und ihr ein letztes Mal in die Augen zu schauen, erfüllte mich mit Schmerz und Panik, und da kam wohl auch alles hoch, … Weiterlesen Nutzlose Freiheit
„Dein Platz ist hier!“
Nach meinem Entschluss, mich beurlauben zu lassen, ging es mir seelisch erst mal besser. Auch wenn ich den Tag herbeisehnte, endlich den Pfarrdienst (zumindest vorerst) hinter mir zu lassen und "was Eigenes" anzufangen (Beratungspraxis, vielleicht Kurse geben, Schreiben...) blieb ein seltsam schaler Beigeschmack. Manche beglückwünschten mich zu meinem Schritt in die Unabhängigkeit. Es wirkte wohl … Weiterlesen „Dein Platz ist hier!“
Die Nacht der Seele
Spätestens mit dem Tod meiner Eltern, aber eigentlich schon in Schweinfurt, begann bei mir das, was der spanische Mystiker Johannes vom Kreuz die Nacht der Seele nennt. Einen Phase gefühlter Gottesferne trotz des Wissens, das Gott existiert. Kein intellektueller Zweifel. Sondern eine Art Gottesfinsternis. Wie eine Sonnenfinsternis trat diese bei mir nicht mit einem Schlag … Weiterlesen Die Nacht der Seele
Da capo ad infinitum
Wieder stand ein Neuanfang an und jedem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne. Wohin nach den - wiederum ernüchternden - Erfahrungen in Schweinfurt. Wir schlagen das Amtsblatt auf und durchforsten die Rubrik der freien Pfarrstellen. Zwei stachen mir ins Auge, weil sie beide in Coburg angesiedelt sind. Coburg St. Matthäus und Coburg St. Lukas. Der … Weiterlesen Da capo ad infinitum
Hingabe und Manipulation
So sehr mein übereilter Aufbruch nach Schweinfurt einer Flucht gleichkam und trotz der dreimaligen deutlichen Warnung, hier bloß nichts "Großes" zu begehren, habe ich mich anfangs in meiner charismatisch geprägten Gemeinde wirklich wohlgefühlt. Endlich Menschen, die ein geistliches Anliegen haben, dachte ich. Vor Sitzungen wurde gebetet, der Heilige Geist möge die Beratungen leiten - nicht … Weiterlesen Hingabe und Manipulation
Jeremia 45
Um ehrlich zu sein, ich saß nach etwa einem Jahr im Probedienst wie auf Kohlen und konnte kaum erwarten, endlich weg zu kommen. Egal wohin. Aber Stadt! Während meines Spezialvikariats in Selbitz hatte ich auch Kontakt zur charismatischen Bewegung innerhalb der Landeskirche. Manches davon war mir sehr fremd. Was mich begeisterte war, dass es hier … Weiterlesen Jeremia 45
„Ein paar Minuten täglich…“
Im Frühjahr 2005 begann ich meinen Probedienst als Pfarrerin zur Anstellung in einer großen Kirchengemeinde im Coburger Land. Auf der 1. Stelle arbeitete ein Kollege, der sich nach seinem Probedienst direkt darauf beworben hatte und sich über meine Verstärkung freute. Auch hier konnte ich mich, wie im Vikariat, eigentlich nicht beschweren. Die Gemeinde war im … Weiterlesen „Ein paar Minuten täglich…“
